• Moin, bin am WE etwas sportlicher durchn Spessart gedüst. Beim anfahren einer Kurve bisschen schnell. Hab hinten gebremst und zu meinem Erstaunen ein blockierendes Hinterrad gehabt. Kann das trotz ABS sein????

  • Ohne Dein spezifisches Fahrzeug zu kennen sage ich mal: durchaus.


    Was bedeutet ABS? Je nach Fahrzeug etwas Unterschiedliches - ein Renn-ABS arbeitet vollkommen anders als ein normales ABS und dies nochmals anders als das eines Luxus-Kfz.


    Behalte immer im Hinterkopf, dass der frühere umgangssprachliche Ausdruck dafür "Stotterbremse" war, sprich: es wird bis zum Block gebremst, dann wird aufgemacht, dann wieder bis zum Block gebremst usw. usf. An sich ist das heute noch genauso.


    Mein Tipp: versuche mal, was auf gerade Strecke passiert, also z.B. auf einem sauberen Feldweg ohne andere Verkehrsteilnehmer. Bremse brutal mit der Hinterachse und prüfe, wie sie reagiert. Wenn sie zu macht und zu bleibt, ist aus meiner Sicht etwas nicht in Ordnung, da die heutige Spex von ABS an Vorder- und Hinterachse spricht - es gibt auch heute noch Fahrzeuge, die nur vorne ABS haben, das geht rein rechtlich.


    Dann erzähl uns davon...

    Es ist egal, was die Leute hinter Deinem Rücken reden - solange sie die Fresse halten, wenn Du Dich umdrehst...


  • Habs vorhin ausprobiert. Abs funzt hinten, aus 50 und aus 70 hat es ausgelöst.

    Vorne funktioniert es auch.

  • Na also.

    Es ist egal, was die Leute hinter Deinem Rücken reden - solange sie die Fresse halten, wenn Du Dich umdrehst...


  • Na ja, war schon heftig Inder Kurve. Hinterrad hat sich ca. 30 cm versetzt. Oh Schreck.

  • ABS in der Kurve ist technisch ein Problem. KurvenABS hat bis jetzt nur BMW im Programm wenn ich mich recht entsinne.

    Merksätze:
    Vertraue keinem Autofahrer der blinkt und schon gar keinem der nicht blinkt!
    Ein Fahrschulauto das plötzlich mit den Scheibenwischern wedelt wird abbiegen!
    Ein Motorrad das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert!

  • Na ja ist ja gut gegangen. Aber Leute aufgepasst.:mt:

  • Hi Horscht

    An jedem Rad ist ein Ring mit Segmenten . Über diesen werden mit einem Sensor Impulse generiert

    Die Anzahl Impulse / sek ist das Maß für die Umdrehungsgeschwindigkeit.


    Das ABS-System kann nicht anderes tun als die beiden Radgeschwindigkeiten vergleichen

    und dann beim jeweilige Rad welches sich langsamer dreht als das andere , die Bremskraft zurücknehmen.


    Du sieht jetzt schon daß , um zu regeln , ein Rad in der Umdrehungsgeschwindigkeit abweichen muß

    Ab da ist man schon in der Nähe des Radblockierens , das ABS greift ein....


    Nur kommen halt in dem Moment noch die diversen Umgebungsparameter dazu ,

    wie FahrbahnBelag , der ja nicht durchgängig gleichen Reibwert hat, Anpressdruck , der in Schräglage stärker variiert

    usw...


    PS : Im ABS-Modulator sind mechanische Ventile verbaut , diese könnten festkleben.

    Zur Vorbeugung rät mein freundlicher , man solle alle paar Monate das ABS zum ansprechen bringen

    Dann bleiben die Ventile gängig .

    Ein Modulator als Ersatzteil kostet 2mille 8o

  • Danke Dieter, so ähnlich hab ich mir das auch vorgestellt.